Montag, 10. Oktober 2016

Welthundetag ( 10. Oktober 2016)





Heute ist Welthundetag.

Zeit, einmal unseren Fellnasen zu danken für all ihre Liebe und Loyalität.

Und auch wenn sie nicht mehr bei mir ist, denke ich natürlich immer noch an meinen Seelenhund Kimba. Fast 1,5 Jahre ist sie fort und sie fehlt immer noch sehr.  Ich danke ihr für fast 14 Jahre tiefster Freundschaft, bedingungsloser Liebe und  absoluter Treue. Mein Schatz, du bist für immer in meinem Herzen.

Und natürlich danke ich auch meiner süßen Emily für die letzten 15 Monate, die sie nun mein Leben bereichert.
Unvorstellbar, dass sie schon so lange bei mir ist. Die Zeit mit ihr war ein Auf und Ab.
Und einmal mehr kann man an ihr und mir sehen, dass Problemhunde nicht geboren werden, sondern gemacht werden.

Wenn ich an unseren Start denke, werde ich oft traurig. Das ist typisch Mensch. Ich trauere der Zeit hinterher, wo Emily und ich uns nicht so gut verstanden haben. Ich bin traurig, dass ich so viele Fehler gemacht habe und ihr nicht das Frauchen war, was sie gebraucht hätte.  Ich möchte die Uhr zurück drehen und alles richtig machen, um so die schöne Welpenzeit mit ihr zu erleben, wie man sie sich sie erträumt.  Ja, so denke ich als Mensch.
Emily ist heute glücklich, so wie es ist. Sie lebt nicht in der Vergangenheit. Sie erfreut sich an dem Tag der kommt und den wir gemeinsam verbringen können.  Und wir sind mittlerweile ein kleines Dreamteam geworden.

Ich danke Emily, dass sie mich nicht aufgegeben hat. Dass sie nicht ihr Köfferchen gepackt hat und gesagt: „So, ich gehe jetzt  und suche mir ein besseres Zuhause!“. 

Wisst ihr eigentlich wie dankbar Hunde sind?  Wie oft lese ich, dass ein Hund abzugeben ist. Man wird mit ihm nicht fertig, man hat es sich anders vorgestellt, der Hund ist nicht so, wie er sein sollte, man wollte doch einen Schmusehund haben oder ein Agility-Ass. Man wollte einen beliebten Hund, der einen aber auch beschützt, der einem Sicherheit gibt, dem man aber auch blind jeden anvertrauen kann, aber natürlich darf er nicht mit jedem mitgehen. Er soll ruhig in der Wohnung sein und draußen sportlich. Perfekt hören natürlich und keine Fragen stellen. Wenn der Hund das mit  1 Jahr noch nicht geschafft hat, wird er abgegeben, weil er es bestimmt woanders besser hat.

Ein Hund sagt das nie. Ein Welpe wird von seiner Mutter, von seinen Geschwistern fortgerissen, er weiß weder, wohin er kommt, noch, dass er seine Liebsten nie mehr wieder sehen wird.
Und trotzdem vertraut er diesem wildfremden Menschen. Er beschwert sich weder, wenn er in eine kleine Wohnung ziehen muss, noch dass dort zig Kinder sind, die ihn wie wild  von a nach b schleppen.  Er frisst das Futter, was ihm vorgesetzt wird und erfüllt all seine Aufgaben, so gut er kann. Mag sein, dass er mal gestupst wird, wenn er was falsch macht. Vielleicht wird er auch anders bestraft, gar geschlagen……doch niemals würde ein Hund auf die Idee kommen zu sagen,  dass sind nicht die Menschen, die  ich haben wollte. Er stellt sich gar nicht die Frage, ob es ihm woanders besser gehen würde. Er liebt seine Menschen so wie sie sind bedingungslos.

Ok, keine Frage, es kann durchaus sein und manchmal sogar bestimmt sein, dass es der Hund woanders besser hat.  Es gibt so viele Hundehalter, da schlage ich wirklich die Hände über den Kopf zusammen und sage ganz deutlich: „Schon hier beginnt die Tierquälerei“.
Ein Beispiel ist hier aus der Nachbarschaft eine Golden Retriever Hündin namens Nele. Sie ist 3 Jahre alt und darf so gut wie nie von der Leine. Ihre Spaziergänge bestehen daraus, an der kurzen Leine an der Straße  entlang zu gehen. Mit anderen Hunden darf sie nicht spielen, denn Frauchen weiß ja nicht, ob die anderen Hunde gut erzogen und brav sind.  Hier bei uns ins Feld darf Nele auch nicht, nicht mal an der Leine, denn sie könnte ihre Füße dreckig machen.  Ganz ganz selten darf Nele einmal in den Wald. Vielleicht sogar einmal frei laufen, aber das wohl eher selten. Doch wenn sie es durfte, muss sie danach direkt  zum Futterhaus nach Holzwickede, denn dort gibt es eine Hunddusche. So dreckig darf Nele natürlich nicht nach Hause.

Immer wenn ich diese Frau treffe, würde ich ihr den Hund am liebsten entreißen, denn Nele ist einfach nur zauberhaft und super lieb und hat mit Sicherheit ein besseres Leben verdient.
Aber so ist das nun mal……….ein Hund hat keine Wahl.

Und Emily hatte ebenso keine Wahl. Oder vielleicht doch? Nun gut, wenigstens hat sie sich damals ordentlich ins Zeug gelegt, damit ich sie ja nicht übersehe.  Und das hat sie so gut gemacht, dass sie mit zu mir gekommen ist.

Und was in den ersten Monaten alles schief gelaufen ist, habt ihr alle ja mit verfolgen können.

Mittlerweile sind wir wirklich auf einem sehr guten Weg, all das hinter uns zu lassen. Ich bin auf diesem Weg, denn Emily lebt eh nur im Hier und Jetzt.  Und das ist gut so.

Hätte ich mir einen Hund malen dürfen, dann muss ich zugeben, er hätte nicht so ausgesehen wie Emily. Und er wäre sportlich und mutig gewesen, ein Kumpel zum Pferdestehlen. Emily ist das nicht. Aber ich habe sie sooooooooo lieb. Und ich sage ihr auch jeden Tag, wie stolz ich auf sie bin.
Emily ist kein Hund, mit dem man zergeln kann, man kann mit ihr auch nicht balgen oder Spökes machen. Aber dafür ist sie extrem sensibel.  Vorgestern war ich sehr krank. Ich lag mehrer Stunden auf dem Sofa und konnte mich nicht bewegen.  Ich konnte weder aufstehen, noch schlafen. Und ich dachte die ganze Zeit nur daran, was mit ihr passiert, wenn ich gar nicht mehr hochkomme.  Sie müsste ja irgendwann auch raus und  so. Aber was hat Emily gemacht? Sie hat sich ganz eng neben mich gelegt und mich gewärmt. Was mir mehr als gut tat, denn mir war wahnsinnig kalt (Schüttelfrost) und ich hatte keine Decke in der Nähe.  So half mir Emily, nicht ganz so arg zu frieren. Und nicht einmal hat sie gejammert, dass sie raus müsste. Sie hat nicht gebettelt, dass sie Futter braucht. Sie hat keine Spielsachen angeschleppt. Sie hat einfach nur neben mir gelegen und ist für mich dagewesen. Sie wollte mir sagen: "Du bist nicht so allein, wie du dich gerade fühlst!".

Sie ist nicht der sportlichste Hund, sie ist eher unsicher und lernt auch nicht so schnell, aber eines ist sie ganz sicher: Immer für dich da. Sie merkt, wenn es mir schlecht geht, sie weiß, wann ich traurig bin. Dann kommt sie und kuschelt sich an mich. Wenn ich weine, legt sie den Kopf auf meine Schulter und leckt mir die Wangen.  Und wenn ich Angst habe, beschützt sie mich bis so gut sie kann.


Eigentlich wollte ich einen Aussie zum Sport machen. Zum Joggen, Radfahren, Agility, Flyball und was es da alles gibt.
Aber Emily ist kein Hund sportlicher Hund, mit dem man Preise abräumen kann im Agility oder anderen Sportarten. Auch nicht auf Hundeshows, denn die meisten erkennen in ihr nicht mal einen Aussie.  Wie oft hab ich schon den Satz gehört: „ Das soll ein Aussie sein? Na, da hat man Sie aber über’s Ohr gehauen!“. Und sie ist kein Hund mit dem man neue Menschen kennenlernt, denn sie ist sehr scheu und verbellt Menschen gerne.
Aber sie ist da, wenn man sie braucht. Sie steht einem bei und sie lässt einen nicht im Stich. Sie ist der beste Freund, den man sich vorstellen kann und dafür liebe ich sie so sehr.

Und das ist das Wichtigste überhaupt.  An allem anderen können wir arbeiten, wenn wir wollen. Und wenn nicht, dass schmusen wir und schmusen wir und schmusen bis in alle Ewigkeit.

Danke meine liebe Maus, dass du mich niemals aufgibst, wie viel Mist ich auch baue.
Ich verspreche dir, ich werde hart an mir arbeiten, damit ich das Frauchen werde, welches du verdienst.
Ich hab dich lieb!!!!






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